Ratgeber Seniorenhandys und Tarife

 

Ratgeber Seniorenhandys und Tarife. Thema Seniorenhandy - Wissenswert und Hilfreich

 

Thema Seniorenhandy - Wissenswert und Hilfreich

 

 

Kurz und Wichtig

 

1. Besondere Seniorenhandys sind perfekt an die Bedürfnisse älterer Nutzer angepasst.

 

2. Handys für Senioren haben oft große Tasten und eine einfache Menüführung.

 

3. Bei regulären Smartphones lässt sich die Bedienung mit dem "Einfachmodus" vereinfachen.

 

4. Für eine vereinfachte Benutzeroberfläche sorgen auch spezielle Launcher-Apps.

 

5. Prepaid-Tarife eignen sich für Wenignutzer. So zahlen Sie nur das, was Sie verbrauchen.

 

 

Nur für junge Leute sind Smartphones etwas? Von wegen! Ab 65 Jahren nutzen Menschen immer häufiger Smartphones. Ältere Handynutzer müssen auf spannende Funktionen oder ein schickes Design nicht verzichten – eine gute Kamera und praktische Apps machen in jedem Alter Spaß! Außerdem kann ein Seniorenhandy den Alltag komfortabler und sicherer gestalten. Welche Modelle für Ältere bzw. Wenignutzer geeignet sind, welche besonderen Funktionen im Alltag nützlich sind und welcher Handytarif für wen am besten passt, zeigen wir hier.

 

Handy FullSize

 

Technik-Tipp: Einfachmodus beim Smartphone nutzen!

 

Auch ein „normales“ Modell kann man mit einem kleinen Trick an die individuellen Bedürfnisse anpassen, wer kein explizites Seniorenhandy nutzen möchte. Bei vielen Smartphones ist ein sogenannter Einfachmodus aktivierbar. 

 

Dieser bietet folgende Vorteile:

 

1. Reduzierte Funktionen: Die Benutzeroberfläche wird deutlich übersichtlicher, wenn das Menü des Startbildschirms auf wenige wesentliche Funktionen beschränkt wird.

 

2. Menüführung vereinfachen: Der Bereich „Einstellungen“ und die Menüführung sollten stark vereinfacht werden, so werden nur die häufig verwendeten Bereiche dargestellt.

 

3. Anzeigeflächen vergrößern, Schrift und Symbole: Schrift- und Symbolgröße oder die Bildschirmeinstellungen lassen sich an die individuelle Sehstärke anpassen.

 

Einfachmodi bieten die meisten Smartphone-Hersteller an, leider nicht für jedes Modell. Die richtige und passende Benutzeroberfläche kann in den Geräteeinstellungen aktiviert werden. Zusätzlicher Vorteil: Hat sich der Nutzer irgendwann mit dem Gerät vertraut gemacht, kann er jederzeit zur normalen Oberfläche zurückwechseln und alle Funktionen seines Smartphones nutzen.

 

 

Gut zu wissen:

 

Für seine iPhones erlaubt Apple keinen Einfachmodus. Nutzer können aber die Schriftgröße oder den Kontrast an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen und die wichtigsten Apps auf dem Homescreen hinterlegen.

 

Zum Einfachmodus sind Launcher-Apps eine Alternative, die auf den Smartphones ebenfalls die Darstellungen reduzieren und seine Bedienung vereinfachen. Zum Beispiel lassen sich auf dem Startbildschirm wichtige Kontakte mit einer Schnellwahltaste hinterlegen und sind so immer erreichbar. Bei Notfällen wird eine SOS-Taste für den Notruf angezeigt. Nutzbar ist etwa die App „Big Launcher“ für das Betriebssystem Android. Die Kosten liegen, je nach Umfang der Anwendung, bei unter 10 Euro.

 

 

Spezielle Smartphones - Gibt es sie für Senioren?

 

Frustrierend kann es sein, wenn die Bedienung des Smartphones trotzdem nicht klappt: Wer Probleme hat, muss über spezielle Senioren-Smartphones nachdenken. Auf ältere Menschen und ihre Bedürfnisse sind diese Geräte abgestimmt, egal, ob ein Nutzer also schlecht hört oder sieht, motorische Schwierigkeiten hat oder sich für den Notfall absichern möchte. Senioren-Smartphones bringen diese Funktionen mit:

 

+ Menüführung und Bedienbarkeit sind einfach und übersichtlich

 

+ Statt Touchscreens gibt es große Tasten

 

+ Displays mit starken Farbkontrasten und eine vergrößerte Schrift

 

+ Erhöhter Klang (oder auch: Vibrations- oder Leuchtsignal beim Klingeln)

 

+ Ohne Rückkopplungen durch Hörgeräte-Kompatibilität

 

+ Benachrichtigung der Angehörigen über Notruftaste

 

+ Ortung der GPS-Daten: Standort wird bei Notfall-SMS automatisch mitgeschickt. Der Angehörige kann den Aufenthaltsort dann ausfindig machen.

 

+ Erkennung bei Sturz: Eine fallende Bewegung wird erkannt, darauf der Notruf automatisch abgesetzt. Aber Achtung: Fällt das Handy versehentlich runter, kann es zum Fehlalarm kommen. Mobilvertrag mit Handy

 

 

Notruf-Funktion -Wie funktioniert sie?

 

Bis zu fünf Nummern lassen sich festlegen, die im Notfall der Reihe nach angerufen werden. Geht unter der ersten Nummer niemand ans Telefon, ruft das Handy die nächste an und schickt auf Wunsch zusätzlich eine Notfall-SMS. Hebt jemand ab, schaltet sich die Freisprech-Funktion ein. Ein Notruf lässt sich auch mit regulären Smartphones absetzen, viele Geräte bieten gleichzeitig praktische SOS-Funktionen an oder speichern wichtige Gesundheitsinformationen.

 

Seniorenhandys mit speziellen Funktionen sind eher abseits der bekannten Marken zu finden. Die Handy-Hersteller heißen Doro, Telme, Olympia, Emporia oder Swisstone. Aber auch Einsteigermodelle wie etwa von Nokia – sind gut geeignet. Die Kostzen der Anschaffung bewegen sich, je nach technischer Ausstattung des Handys, häufig zwischen knapp 20 und bis zu 300 Euro.

 

Handy Leaderboard

 

Wichtiges Wissen:

 

Ältere Geräte unterstützen teilweise nur die Mobilfunknetze der zweiten und dritten Generation (2G und 3G). Das 3G-Netz (UMTS) wurde zur Jahresmitte von der Deutschen Telekom und Vodafone abgeschaltet, der Rückbau im O2-Netz erfolgt bis zum Jahresende. Um das mobile Internet zu nutzen, benötigt man deshalb LTE-fähige Geräte, die den aktuellen Mobilfunkstandard unterstützen. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Smartphones
LTE-fähig sind.

 

 

Tarifkosten - Wie hält man die Kosten niedrig?

 

Ein Mobilfunktarif wird zur Smartphone-Nutzung benötigt. Welcher Tarif passt für Senioren bzw. Wenignutzer am besten? Kostenfallen vermeiden: Ein günstiger Minutentarif reicht meistens für Einsteiger. Nicht notwendig ist eine Flatrate, wenn man nur selten telefoniert, in vielen neuen Tarifen ist sie aber inzwischen Standard. Tarife mit Minutenkontingent fangen bei Kosten von unter 5 Euro pro Monat an und beinhalten meist schon mindestens 100 Freiminuten für Telefonate bzw. 100 Einheiten für SMS und ab 500 Megabyte für die Internetnutzung.

 

 

Unser Tipp:

 

Zunächst ein Angebot mit einer kurzen Vertragslaufzeit auswählen, auch im niedrigen Preissegment gibt es übrigens Laufzeittarife, mit monatlicher Kündigungszeit. So passen Sie Ihren Tarif schnell an, falls Sie Ihren Bedarf noch nicht einschätzen können und Sie doch mehr Zeit mit dem Smartphone verbringen als zunächst gedacht.

 

Prepaid-Tarife eignen sich für Wenignutzer besonders gut. Dazu lädt man vorab ein Guthaben aufs Handy und wird dann verbraucht. Die monatliche Grundgebühr sparen die Nutzer dadurch und zahlen nur das, was sie wirklich verbrauchen und bleiben ungebunden. Zum Aufladen des Guthabens gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder Sie entscheiden sich für automatisches Nachbuchen, oder Sie kaufen Guthaben bewusst einzeln nach, was mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Die Angebote der Provider prüfen Sie hier.

 

Bei der Tarifauswahl ist es grundsätzlich empfehlenswert genau hinzuschauen: Hat der genannte Preis wirklich über 24 Monate Gültigkeit? Werden möglicherweise Zusatzkosten anfallen?

 

Vergleichsportale wie Verivox geben einen guten Überblick. Die Tarife sind hier nach dem monatlichen Effektivpreis geordnet, bei dem der Monatsbeitrag bereits mit allen anderen Gebühren und Gutschriften verrechnet ist.

 

 

Für den Alltag - Praktische Funktionen

 

Ein Smartphone kann mit einigen einfachen Funktionen den Alltag komfortabler machen. Mittlerweile bringt jedes Smartphone einen Kalender und einen Wecker mit Erinnerungsfunktion mit. Ältere Nutzer können diese nutzen, um zum Beispiel an die Einnahme von Medikamenten zu denken. Eine integrierte Taschenlampe ist ebenfalls nützlich: Der Blitz der Smartphone-Kamera lässt sich über den Schnellzugriff lässt sich schnell aktivieren und als Lichtquelle nutzbar, ob auf dem nächtlichen Weg ins Badezimmer oder im Winter vorm Haus an der Mülltonne.

 

Nützliche Apps gibt es zusätzlich, die im Alltag helfen können. Per Google Maps wird unterwegs das Navigieren erleichtert, die App der Verkehrsbetriebe zeigt die Busfahrpläne an, ein Toiletten-Scout das nächste öffentliche WC in der näheren Umgebung. Denkt man an das passende Zubehör eines Smartphones, kann man sich eine Ladeschale zulegen. Das Gerät ist immer an einem festen Platz und kann dort aufgeladen werden: Für Senioren kann es praktischer als ein kleinteilige Ladekabel sein, die in die schmale Öffnung am Smartphone gesteckt werden müssen.

 

DSL Medium Rectangle

 

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