Der Wallbox-Ratgeber

 

Wallbox-Ladestation-Elektroauto-Zuhause

Bildquelle: Verivox

 

Die richtige Wallbox-Stromtankstelle für Elektroautos Zuhause

 

Vor Ort produzieren Elektroautos keine Emissionen und fahren mit Strom aus der Steckdose. Allerdings braucht man mit einer normalen Haushaltssteckdose jede Menge Geduld. Stundenlang dauert oft der Ladevorgang. Eine Wallbox ist deshalb eine gute Alternative.

 

 

Wichtige Fragen und Antworten zu den Geräte.

 

Die Wallbox - Was sind die Vorteile?

 

Der Ladevorgang wird durch Wallboxen enorm beschleunigt. Zum Vergleich: Mit etwa 2,7 Kilowattstunden (kWh) und abgeregelten 10 Ampere, kann etwas es mehr als zehn Stunden dauern, eine 30-kWh-Batterie zu laden. «Sie sind extra für hohen Dauerstrom ausgelegt», sagt Matthias Vogt vom ADAC-Technikzentrum über Wallboxen. Moderne Wallbox-Anlagen kommunizierten neben dem Fahrzeug auch mit dem Netzbetreiber. Ladelastspitzen sollen so vermieden werden, wenn dem Stromnetz eine Überlastung droht. Außerdem: Über eine Wallbox ist das Laden laut TÜV sicherer als über die Haushaltssteckdose.

 

 

Die Haushaltssteckdose - Warum soll man nicht immer mit ihr laden?

 

Das häusliche Stromnetz wird durch lange Ladezeiten dauerhaft belastet. «Es fließt hoher Strom über eine lange Zeit über eine elektrische Anlage, die dafür nicht ausgelegt ist», erklärt Oliver Fuchs, Inhaber eines E-Mobilitäts-Fachbetriebs in Siegburg bei Bonn. Es könne zum Kurzschluss bei Überlastung oder gar zu einem Brand kommen.

 

 

Welche Ladeleistung sollte eine Wallbox aufweisen?

 

Fachleute raten zu einer 11-kW-Anlage, diese kann die Batterie mit drei Phasen laden. «Wallboxen mit 11 Kilowatt Ladeleistung laden die allermeisten Batterien über Nacht vollständig auf», sagt Fuchs. 3 kW reichen in der Regel, um den Strombedarf des Tages eines E-Autos über Nacht nachzuladen.
Für 22-kW-Boxen können Kunden sich ebenfalls entscheiden, doch diese Wallboxen sind teurer und lassen aufgrund der höheren Ladegeschwindigkeit die Batterie schneller verschleißen. Außerdem werden auch Wallboxen mit 3,6 kW angeboten.

 

 

Wallbox-Modelle - Passt jede zu jedem Elektroauto?

 

Im Prinzip, ja. Man muss unbedingt darauf achten, welcher On-Board-Lader im E-Auto vorhanden ist. «Je nach Fahrzeug lädt die Batterie nur über eine Phase», sagt Christian Förster, E-Mobilitätsexperte beim TÜV Nord. Dadurch wird der Ladevorgang verlängert. Modernere Elektroautos integrieren deshalb zwei- oder dreiphasige On-Board-Lader. Diese Steckertypen sind mittlerweile unproblematisch: Standardmäßig werden in Europa Wallboxen mit einem 2-Stecker-Typ bestückt.

 

 

Die Wallbox - Wie hoch liegen die Kosten?

 

Für einfache Wallboxen müssen rund 400 Euro investiert werden, man kann aber auch bis zu 2500 Euro ausgeben. Die Kosten für die Installation durch einen Elektrofachbetrieb kommen hinzu: Wird die Ladestation lediglich an einen vorhandenen Drehstromanschluss angeschlossen, müssen ein paar hundert Euro hinzugerechnet werden. Muss ein neuer Hausanschlusses verlegt werden, können für die Installation insgesamt mehrere tausend Euro zusammen kommen. Man kann sich aber Ladepunkte mit je 900 Euro staatlich fördern lassen.

 

 

Die Wallbox - Was ist der beste Platz?

 

In der Garage oder dem Carport ist es optimal. Soll sie außen angebracht werden, sollte die Wallbox wind- und wettergeschützt stationiert und keiner direkten Sonneinstrahlung ausgesetzt sein. Bei großer Hitze kann die Ladeleistung beeinträchtigt sein. Außerdem sehr wichtig: Mit dem Ladekabel der Box sollte es leicht sein die Ladebuchse am Elektroauto zu erreichen.

 

 

Die Wallbox - Wie hoch sind die Kosten ein Elektroauto zuhause aufzuladen?

 

Kurz aber Wichtig

 

+ Wer in der heimischen Garage sein Elektroauto laden möchte, sollte die normale Haushaltssteckdose nur zur Notladung verwenden.

 

+ Der Anschluss einer Wallbox mit Starkstromanschluss empfiehlt sich stattdessen.

 

+ Läuft das Laden des Elektroautos über den heimischen Zähler, wird mit dem richtigen Stromanbieter die Rechnung deutlich sinken.

 

+ Ein spezieller E-Auto-Stromtarif für Vielfahrer kann sich auch lohnen.

 

Besitzer und Fahrer eines Elektroautos, setzen oft auf das Laden im eigenen Haus. Das Elektroauto lässt sich in der heimischen Garage mit genügend Zeit und komfortabel laden. Eine normale Haushaltssteckdose ist aber nicht geeignet – diese sollte nur für die Notladung verwendet werden.
Für die Aufladung des Elektroautos sollten Sie nicht ständig eine einzelne Steckdose nutzen. Es dauert außerdem ziemlich lange.

 

Für eine Aufladung zuhause schaffen sich viele eine Wallbox für das Haus an, die je nach Typ und Ladeleistung in kW rund 1.000 Euro kostet. Eine Wallbox muss, wie beispielsweise der E-Herd, an einen Starkstromanschluss (400 Volt) angeschlossen. Dem örtlichen Netzbetreiber muss die Einrichtung der Ladestation mitgeteilt werden. Ist die Ladeleistung der Wallbox höher als 12 kW, ist eine Genehmigung des Stromnetzbetreibers notwendig.

 

 

Elektroautos - Strom über den privaten Zähler

 

Für das Elektroauto wird der Strom meistens zusammen mit dem restlichen Stromverbrauch über den Stromzähler des Hauses abgerechnet. Die Treibstoffkosten werden damit von der Tankstelle über die Wallbox auf die Stromrechnung in Kilowatt berechnet.

 

Es fallen keine zusätzlichen Grundgebühren und Zählerkosten an, was ein Vorteil ist. Allerdings ist es nachteilig, dass für das Elektroauto der jeweilige Stromanteil am gesamten Stromverbrauch des Haushalts nicht eindeutig auf der Rechnung sichtbar ist. Den Stromanbieter kann man dafür frei auswählen und die Stromkosten für das Aufladen so niedrig wie möglich halten.

 

Um bis zu 40 Prozent, je nach Modell und Tarif, unterscheiden sich die jährlichen Stromkosten eines Durchschnittfahrers. Mit welchen Einsparungen dabei zu rechnen ist, hängt nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern auch vom gewählten Stromtarif.

 

 

Elektroauto - Wie man es zuhause günstig laden kann

 

Oft lohnt sich der Wechsel zu einem überregionalen Stromanbieter. Das trifft vor allem für Stromkunden zu, die noch im Grundversorgungstarif des örtlichen Stromanbieters sind. Diese Stromverbraucher sollten in jedem Fall zu einem günstigeren Tarif wechseln, noch deutlich gespart werden kann mit einem guten Ökostromtarif .

 

 

Tipp:

 

Einen höheren Stromverbrauch hat, wer daheim sein Elektroauto auflädt. Die Kosten bleiben niedrig, wenn man jährlich einmal die Strompreise vergleicht und zu einem günstigen Stromtarif wechselt. So bleibt der gesamte Stromverbrauch weiterhin günstig und man kann zwischen 200 und 300 Euro pro Jahr einsparen.

 

Wer sein E-Auto zuhause aufläd und das über den normalen Stromzähler abrechnet, für den gelten die gleichen Kriterien wie bei der Auswahl des Stromtarifs für Haushaltsstrom:

 

+ Preisgünstig (Neukunden-Bonus beachten)

 

+ Die erste Vertragslaufzeit sollte nicht länger als über 1 Jahr laufen

 

+ Für die Dauer der Vertragslaufzeit eine Preisgarantie sichern

 

+ Keine längere Kündigungsfrist als 6 Wochen

 

Bei Verivox werden alle diese Kriterien berücksichtigt, es werden nur Angebote empfohlen, die Ihren Bedarf entsprechen.

 

Probieren Sie es aus!

 

 

Private Ladestationen - Lohnen sich eigene Stromtarife?

 

E-Auto-Stromtarife werden von einigen Stromanbietern angeboten, die sich abgesehen vom Namen praktisch nicht von herkömmlichen Stromtarifen unterscheiden. Es gibt günstigere Tarife, diese Tarife sind nicht immer empfehlenswert.

 

Vor allem örtliche Stromversorger bieten spezielle Stromtarife zusätzlich für E-Autos an, für die ein zusätzlicher Stromzähler benötigt wird. Das Elektroauto wird dann als „unterbrechbare Verbrauchseinrichtung“ anerkannt. Die Stromlieferung darf bei Überlastung vom Netzbetreiber kurz unterbrochen werden. Im Gegenzug werden vergünstigte Netzentgelte und Konzessionsabgaben abgerechnet und der Preis für den Strom sinkt um rund 5 Cent pro kWh. Allerdings ist ein zusätzlicher Stromzähler für diese Tarife und der entsprechende Platz notwendig.

 

 

Tipp:

 

Vielfahrer, die ihr Elektroauto in der Nacht aufladen und Platz für einen zusätzlichen Stromzähler haben oder bereits einen besitzen, für die können sich diese Spezialtarife eines örtlichen Versorgers rentieren. Je nach Verbrauch könnten 100 bis 200 Euro pro Jahr eingespart werden.

 

 

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